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Sicherheitswirtschaft: Tarifeinigung für Berlin und Brandenburg in der ersten Verhandlungsrunde

Sicherheitswirtschaft: Tarifeinigung für Berlin und Brandenburg in der ersten Verhandlungsrunde

Gemeinsame Pressemitteilung des BDSW und ver.di Landesbezirkes Berlin-Brandenburg

Berlin – Die Tarifgemeinschaft der Bundesländer Berlin und Brandenburg einigte sich heute Nacht mit der Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 25.000 Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienstleister. „Nach diversen Sondierungsgesprächen haben wir es geschafft, in der heutigen ersten Runde eine Einigung zu erzielen“, so Rainer Ehrhardt, Vorsitzender der BDSW Landesgruppe Berlin. Man einigte sich auf einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 2 Jahren, Lohnerhöhungen um bis zu knapp 13 Prozent sowie die Angleichung des Nachzuschlages auf 10 Prozent für alle Beschäftigten.

„Da für die unterste Lohngruppe noch eine Erhöhung zum 1. Dezember 2018 ansteht, sieht der neue Tarifvertrag für diese Lohngruppe die nächste Erhöhung, um 5,94 Prozent, zum 01.01.2020 vor. „Für die anderen Lohngruppen werden Lohnerhöhungen zwischen 4,27 und 6,94 Prozent in zwei Schritten jeweils zum 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020 erfolgen“, so Ehrhard.

„Um die Qualifizierung in unserer Branche weiter voran zu treiben, haben wir uns heute erstmals mit ver.di darauf einigen können, eine Tarifierung für Teilqualifikationen der Beschäftigten einzuführen“, so Matthias Schulze, Vorsitzender der Landesgruppe Brandenburg. Ziel sei es, eine zusätzliche Möglichkeit sowie einen Anreiz zur berufsbegleitenden Qualifizierung der Mitarbeiter, mit der Aussicht auf einen Berufsabschluss zu schaffen.

Die Auszubildendenvergütung steigt zum Jahresbeginn 2019 für alle drei Lehrjahre um jeweils 100 Euro an.

„Mit dem vorliegenden Ergebnis werden wir den anspruchsvollen Tätigkeiten der Beschäftigten dieser, für die Gesellschaft wichtigen Branche gerecht. Die unterste Lohngruppe entfernt sich deutlich vom gesetzlichen Mindestlohn, Qualifikation und anspruchsvolle Tätigkeiten werden honoriert“, so Benjamin Roscher, ver.di-Verhandlungsführer.

Es wurde eine Erklärungsfrist bis zum 19.12.2018 vereinbart.

 
Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 260.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2017 wurde nach vorläufigen Angaben ein Umsatz von ca. 8,50 Mrd. Euro erzielt. Davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert bzw. Luftsicherheit jeweils ca. 700 Mio. Euro, insgesamt also 1,5 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.